Castagniccia – malerische Berglandschaft

Wilde Kastanienhaine, grüne Hügelkuppen und pittoreske Dörfer prägen das Landschaftsbild in der Castagniccia. Die Berglandschaft erstreckt sich an der Costa Verde im Osten Korsika und erreicht mit dem 1.767 m hohen Monte San Petrone den höchsten Punkt.

 

Castagniccia

Ländliche Idylle in der Castagniccia

Die Berglandschaft der Castagniccia liegt im Département Haute-Corse. Sie wird im Norden vom Tal des Flusses Golo und im Süden vom Fluss Tavignano begrenzt. Malerische Dörfer mit dunklen Granitsteinhäusern und schlanken Kirchtürmen schmiegen sich an die Flanken der Berge. Die grüne Landschaft wird von Pinien, Steineichen und unzähligen Kastanienhainen geprägt und mancherorts ragen schlanke Zypressen aus der hellgrünen Umgebung auf. Die pittoresken Dörfer sind über enge Landstraßen miteinander verbunden, die außerhalb der Hauptsaison nur wenig befahren sind. Im Walddickicht und am Straßenrand weiden Kühe, Schafe und Ziegen neben Wildschweinen und halb verwilderten Hausschweinen. Als Ausgangspunkt für eine Wanderung auf den Gipfel des Monte San Petrone eignet sich hervorragend das winzige Bergdorf Campodonico. Das alte Kloster in Alesani sowie die Bergdörfer Pedicroce und Cervione gehören zu den sehenswerten Highlights in der Castagniccia.

Kastanienhaine und Heilquelle

In der Bergregion der Castagniccia wurden ab dem 16. Jahrhundert auf Befehl der Genuesen großflächig Kastanienbäume gepflanzt. Die Esskastanie diente der Landbevölkerung jahrhundertelang als Grundnahrungsmittel und noch heute erstrecken sich Kastanienwälder auf einer Fläche von rund 15.000 Hektar in der Castagniccia. Die meisten Kastanienhaine sind verwildert und die reifen Früchte werden vornehmlich von Wild- und Hausschweinen verzehrt. Einst war die Berglandschaft der Castagniccia eine wohlhabende Region, wovon in der Gegenwart die zahlreichen barocken Kirchen zeugen. Aufgrund der zunehmenden Landflucht junger Leute leben in den verwitterten Granithäusern heute mehrheitlich ältere Dorfbewohner. Mitten in der Bergregion, in der Ortschaft Orezza, sprudelt eine Quelle aus dem Berg, deren Wasser eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzen soll. Diese Tatsache wird durch einen kaiserlichen Erlass aus dem Jahr 1866 unterstrichen.