Feuriger Elias – historische Triebwagen

Die korsische Eisenbahn nahm am Ende des 19. Jahrhunderts ihren Betrieb auf und gilt heute als Touristenattraktion. Die historischen Triebwagen aus den 40er Jahren werden im Volksmund als "Feuriger Elias" bezeichnet.

 

Feuriger Elias

Chemins de fer de la Corse – nostalgische Eisenbahn auf Korsika

Als Chemins de fer de la Corse wird die korsische Eisenbahn bezeichnet, die auf einem Streckennetz von 231 km in den 1890er Jahren den Betrieb aufnahm. Die Hauptstrecke führt von Bastia in die Inselhauptstadt Ajaccio, während die Nebenstrecke in der Hafenstadt Bastia beginnt und in der Küstenstadt Calvi im Westen Korsikas endet. Auf der Hauptstrecke werden die modernsten Triebwagen eingesetzt, die im Gegensatz zum "Feurigen Elias" blau-weiß lackiert sind. Die nostalgischen Triebwagen haben eine gelbrote Färbung und stammen aus der Nachkriegszeit. Bei der Chemins de fer de la Corse handelt es sich um eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 1.000 mm.

Feuriger Elias – markante Triebwagen aus der Nachkriegszeit

Die markanten Triebwagen mit dem Namen "Feuriger Elias" werden nur noch zeitweise auf der Nebenstrecke eingesetzt. Sie sind gelb-rot getüncht und stammen aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts. Pro Wagen besitzen sie ein Fassungsvermögen von 40 Personen. Auf der zweiten Hälfte der Wegstrecke zwischen L'Île-Rousse und Calvi fährt die korsische Eisenbahn als Tramway de Balagne an der Küste entlang. Die ersten Dampflokomotiven wurden bereits im Jahr 1937 durch Dieseltriebwagen ersetzt. Im Jahr 1954 wurde die letzte Dampflokomotive außer Dienst gestellt. Ein Lokdepot mit ausrangierten Triebwagen aus den 30er Jahren befindet sich am Bahnhof von Casamozza.

Eisenbahnromantik mit dem korsischen TGV

Eine Fahrt mit der korsischen Schmalspurbahn führt durch grandiose Gebirgslandschaften und malerische Küstenregionen. Den Beinamen TGV Corse verdankt die Eisenbahn nicht dem modernen Hochgeschwindigkeitszug TGV. Vielmehr steht die Abkürzung TGV für "Train à Grande Vibration", was frei übersetzt so viel wie "Wackelzug" bedeutet. Der Grund sind die ausgefahrenen Schienen, die für schaukelnde Waggons und einen unruhigen Lauf sorgen. Dessen ungeachtet sollten Sie sich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, mit dem Feurigen Elias eine Fahrt durch das Gebirge zu unternehmen. Sie überqueren hohe Viadukte, passieren lange Tunnel und genießen an vielen Stellen eine grandiose Aussicht auf das korsische Zentralmassiv und die zerklüftete Küste.