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Geocaching auf Korsika

Blog---Geocaching

Geocaching – die moderne Schatzsuche – ist ein Trend, der seit einigen Jahren auch Korsika erfasst hat. Mithilfe von GPS-fähigen Endgeräten machen sich die Teilnehmer auf die Suche nach „Caches", die vorher ein sogenannter „Owner" versteckt hat.

Geocaching: Schatzsuche im 21. Jahrhundert
Früher träumten Kinder vom Fund sagenhafter Piratenschätze, die auf einsamen Inseln an unzugänglichen Stellen versteckt wurden. Erzählungen von unermesslichen Reichtümern, die berüchtigte Freibeuter wie Sir Francis Drake, Blackbeard oder auch Klaus Störtebeker zusammengerafft haben sollen, beflügelten die Fantasie ganzer Generationen von Heranwachsenden. Gold, Edelsteine und mit Juwelen besetzte Schmuckstücke werden bei der modernen Form der Schatzsuche, dem Geocaching, zwar nicht entdeckt, doch das macht die Suche nicht weniger spannend.

Beim Geocaching begeben sich die Teilnehmer auf die Suche nach Gegenständen, die von anderen Personen versteckt wurden. Unerlässlich für eine erfolgreiche Suche ist ein GPS-fähiges Endgerät. Das kann ein Smartphone, aber auch ein externes GPS-Gerät sein. Das Versteck ist kein wirkliches Geheimnis, denn die Koordinaten werden, für jedermann sichtbar, im Internet veröffentlicht. In Einzelfällen geben die „Owner" weitere Hinweise zur Umgebung und zum exakten Ort des Verstecks. Geocacher speichern die Koordinaten im GPS-Gerät und begeben sich auf die Suche nach dem „Schatz". Meistens handelt es sich um einen kleinen Behälter, der unter einem Stein verborgen, an einem Ast baumelnd oder im Gebüsch platziert wurde.

​Geocaching auf Korsika: Kreative Verstecke zwischen Bergen und Meer
Die sogenannten „Caches" werden weltweit an besonderen und manchmal ausgefallenen Orten versteckt. Korsika macht in diesem Kontext keine Ausnahme. Abgelegene Strände, die erst nach einer kurzen Wanderung oder Kletterpartie erreicht werden können, gehören ebenso zu den Verstecken wie verlassene Bergdörfer, tiefe Canyons und markante Punkte wie Felslöcher, Wassergumpen in Flusstälern und Felsspalten im zerklüfteten Zentralmassiv. Beim Geocaching auf Korsika wird eine aufregende Schatzsuche mit unvergesslichen Naturerlebnissen kombiniert. Die gewieften „Owner" kennen die schönsten Aussichtspunkte auf der Insel und platzieren den „Schatz" nicht selten in der näheren Umgebung. Zu den Vorteilen bei dieser Form der Freizeitbeschäftigung gehört die Tatsache, dass aktive Geocacher in Regionen und Landschaften unterwegs sind, die ohne GPS-Gerät nur schwer zu finden sind. Die Suche führt die Teilnehmer an Strände, in Flusstäler und Bergregionen, in die sich nur selten ein Tourist verirrt.

Geocaching in verschiedenen Schwierigkeitsstufen
Geocaching gibt es in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Gemeint ist dabei nicht die Schwierigkeit, den Fundort aufzuspüren (obwohl auch dies für manche Teilnehmer eine Herausforderung ist), sondern der Weg zum Versteck. Einige „Caches" auf Korsika liegen in der Nähe von Straßen und können mit dem Auto erreicht werden. Andere Verstecke befinden sich in unzugänglichem Gelände und für die Bewältigung der Strecke ist eine spezielle Ausrüstung erforderlich. Knifflig wird es bei sogenannten Multi-Caches. Bei dieser Form der Schatzsuche müssen die Teilnehmer mehrere Verstecke ausfindig machen. Jeder Cache enthält einen Hinweis auf den Standort des nächsten Verstecks, bis am Schluss der Schnitzeljagd der Schatzfund steht. Unabhängig davon, ob es sich um einen Multi-Cache oder ein Einzelversteck handelt, wird der Fund in einem Logbuch eingetragen und im Internet publiziert.

Tauschgegenstände und Trackables beim Geocaching
Beim Geocaching geht es, wie eingangs beschrieben, nicht um das Aufspüren von Reichtümern. Wer Geld, Gold oder Juwelen erwartet, wird schnell enttäuscht sein. Beim „Schatz" handelt es sich mehrheitlich um kleine Gegenstände wie Schlüsselanhänger oder Spielfiguren, die in wasserdichten PVC-Boxen gelagert werden. Die Gegenstände kann der Finder behalten, wenn der Inhalt der Box durch einen anderen, meist höherwertigen Gegenstand ersetzt wird. Diese Vorgehensweise ist ein ungeschriebenes Gesetz in der Geocaching-Szene. Anders verhält es sich mit den sogenannten Trackables. Dabei handelt es sich um Spielstücke, die von einem Geocacher auf die Reise geschickt wurden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Tauschgegenständen sind Trackables mit einem Code versehen, der entweder eingraviert oder aufgeschrieben wurde. Wenn nicht ausdrücklich beschrieben ist, dass der Trackable in die eigene Sammlung aufgenommen werden darf, sollte der Gegenstand in einem anderen Cache platziert werden, der näher am definierten Zielort liegt.

Geocaching als Motivationshilfe im Wanderurlaub
Viele Eltern kennen das Problem in einem Familienurlaub: Nörgelnde Kinder, die auf keinen Fall an einer Wanderung in der Bergwelt Korsikas teilnehmen wollen. Konflikte sind oft vorprogrammiert, wenn Mutter und Vater einen Ausflug ins Zentralmassiv planen, der Nachwuchs aber viel lieber am Strand oder am Pool spielen will. Mit dem Geocaching auf Korsika umschiffen Eltern diese Klippe ganz elegant. Kinderaugen fangen an zu leuchten, wenn die Rede von einer Schatzsuche ist. Zumal eine Insel wie Korsika mit ihren zerklüfteten Küsten und einsamen Buchten genügend Anlass zu Spekulationen um versunkene Schätze bietet. Kinder und Jugendliche wittern hinter der Schatzsuche ein Abenteuer und werden sich bereitwillig auf einen Fußmarsch durch unwegsames Gelände einlassen.

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