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Korsika Geheimtipps

Restonica
Traumhafte Strände, eine zerklüftete Küste und spektakuläre Gebirgsregionen hat Korsika zu bieten. Auf der französischen Mittelmeerinsel verbergen sich Orte, Regionen und Landschaften, die bis heute vom Massentourismus verschont geblieben sind und als Geheimtipps gehandelt werden.

Bootstour ins Naturschutzgebiet von Scandola
Auf der lang gezogenen Halbinsel nordwestlich von Osani liegt das Naturschutzgebiet Scandola. Wild und ungezähmt präsentiert sich die korsische Küste in dieser Region. Hoch ragen die rötlich schimmernden Felsen aus dem kobaltblauen Meer auf und idyllische Buchten laden zum Ankern ein. Von der Landseite aus ist dieses Naturparadies nicht zu erreichen, allerdings bieten Veranstalter Fahrten mit dem Glasbodenboot nach Scandola an. Wer es individueller mag, bucht eine Tagestour mit dem Katamaran oder mietet ein Privat-Motorboot. Betreten darf man die Küste nicht, denn sie ist streng geschützt, doch der Anblick der spektakulären Felsformationen entschädigt für diesen vermeintlichen Nachteil.

Bahnfahrt mit der korsischen Schmalspurbahn
Eisenbahnromantik pur verspricht eine Bahnfahrt mit der korsischen Schmalspurbahn „Micheline". Sie zuckelt und schnauft durch das Bergland im Inselinneren, unterquert Berge in stockdunklen Tunneln und kreuzt tiefe Schluchten auf Viadukten. Endpunkt ist die kleine Ortschaft Vizzavona in der Nähe der gleichnamigen Passhöhe. Hier erstreckt sich die einsame Bergregion der Cascades des Anglais mit ihren schattigen Wäldern. Wanderungen führen am rauschenden Wildbach Agnone entlang zu kleinen Badegumpen. Oberhalb der Brücke gibt es Restaurants und am Gewässerrand erheben sich flache Kletterfelsen für Kinder.

Kajakwandern an der Nordküste Korsikas

Schwimmweste anlegen, Paddel greifen und im Kajak Platz nehmen: Es gibt kaum eine entspanntere Art, als die Bucht von Algajo östlich von Calvi paddelnd und zu Fuß zu erkunden. Riesige Felsblöcke erheben sich in malerischen Buchten aus dem Wasser. Der Mistral schickt eine frische Brise über das Meer und vertreibt die letzten Wolkenfetzen. Ein Anbieter an der korsischen Nordküste hat Kombitouren im Programm, die aus einer Paddeltour mit dem Kajak und einer Wanderung über einen alten Zollweg bestehen. Entweder kommt der Wasserspaß zuerst oder die Tour beginnt mit der Wanderung an der Küste entlang. In entspanntem Tempo lernen die Teilnehmer die eindrucksvollen Felsformationen der Punta di Spanu sowohl von der Wasserseite als auch von der Landseite kennen.

Autofahrt durch die Scala di Santa Regina
Die Scala di Santa Regina ist ein tief eingeschnittener Canyon im Norden Korsikas, der über eine kurvenreiche Straße erschlossen ist. Bizarr geformte Felsblöcke türmen sich an beiden Straßenseiten auf und an manchen Stellen rücken die Felsnasen aus Granit bedrohlich dicht an die Seitenfenster des Autos heran. Durch die spektakuläre Schlucht rauscht der Fluss Golo über den steinigen Untergrund. Mehrere Haltepunkte mit kleinen Parkplätzen laden zu einem Zwischenstopp ein. Dort sind sie zu bestaunen, die überhängenden Felsen und Granitstufen, die dem Canyon seinen Namen gaben. Scala di Santa Regina heißt so viel wie „Treppe der Heiligen Königin". Über einen Zufluss des Golo spannt sich eine Steinbrücke, die Teil eines alten Saumpfades ist, der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die einzige Verbindung von der Ortschaft Niolo in den Osten der Insel war.

Kulinarische Geheimtipps: Von Kastanien bis Wildschwein
Der Genuss eines eisgekühlten Pietra-Bieres gehört für alle Erwachsenen zum Pflichtprogramm eines Korsika-Urlaubs. Ob das Kastanienbier das einzige seiner Art weltweit ist, ist nicht bekannt, der Geschmack ist auf jeden Fall einzigartig. Die braunen Baumfrüchte dienen als Grundlage zahlreicher weiterer inselspezifischer Spezialitäten. Gâteau à la châtaigne ist ein Kuchen, der aus Kastanienmehl, Zucker, Milch, Eiern und Hefe hergestellt wird. Selbst Polenta und Pasta werden auf Korsika aus Kastanienmehl produziert. Von November bis Juni ist darüber hinaus der Ziegenkäse Brocciu erhältlich. Ganzjährig bekommen Urlauber hingegen den würzigen und lange gereiften Tomme de brébis corse auf den Märkten. Ein weiterer Inselklassiker ist Wildschwein. Das Fleisch der Tiere wird zur Herstellung von Würsten, Pastasoßen und Patés genutzt oder kommt als zartes Steak in den Restaurants auf den Teller.

Tandemflug mit dem Gleitschirm
Paragliding ist ein Freizeitspaß für Wagemutige, die keine Scheu davor haben, sich mit einem erfahrenen Lehrer von den Felsen zu stürzen. In Calvi, Bastia und Saint-Florent werden Tandemflüge mit dem Gleitschirm angeboten, die neue Perspektiven eröffnen. Die Teilnehmer schweben über eine fantastische Küstenregion mit roten, ockerfarbenen oder grauen Felsformationen. Tief unten glitzert das Mittelmeer in unzähligen Blauschattierungen, während thermische Winde den Gleitschirm immer höher steigen lassen. Nach einer kurzen Einweisung legen der erfahrene Pilot und sein Co-Pilot die Ausrüstung an und heben nach einem kurzen Anlauf ab.

Abstecher in die Bergdörfer der Balagne
Zu den kurzweiligsten und abwechslungsreichsten Unternehmungen auf Korsika gehört eine Autofahrt in das bergige Inselinnere zu den Bergdörfern der Balagne. Sie tragen klangvolle Namen wie Sant'Antonino, Calenzana und Pigno und bestehen aus steinernen Häusern mit ziegelroten Dächern, die von einem Kirchturm im Zentrum überragt werden. Wer auf der Suche nach einem originellen Souvenir ist, wird in den Bergdörfern fündig. Hier, weitab vom touristischen Trubel hat alte Handwerkskunst noch einen hohen Stellenwert. In den Werkstätten fertigen Handwerker Töpferwaren, Flechtkörbe und Messer in Handarbeit. Darüber hinaus werden duftende Essenzen aus den ätherischen Ölen der Bergpflanzen und Blumen gewonnen, die in Flakons abgefüllt und vor Ort zum Verkauf angeboten werden.

Urlaub mit Kindern auf Korsika
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