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Korsika im Sommer

Nonza

Tagestemperaturen jenseits der 30-Grad-Marke und im Schnitt nur zwei Regentage pro Monat machen Korsika zu einem erstklassigen Reiseziel im Sommer. Wer der sommerlichen Hitze an den Küsten für eine Weile entfliehen will, findet in den hochalpinen Gebirgslagen im Zentrum der Insel Abkühlung. 

Korsika im Sommer: Sonnige Aussichten zwischen Juni und September
Heiß, trocken und sonnig präsentiert sich der Sommer auf Korsika. Im Juni klettern die Tageshöchsttemperaturen auf bis zu 25 Grad und das Wasser des Mittelmeeres erwärmt sich auf bis zu 20 Grad. Regen fällt in der warmen Jahreszeit kaum. Im langjährigen Mittel werden lediglich 1-3 Regentage zwischen Juni und Anfang September gemessen. Erst im September, wenn die Nächte langsam länger werden und die Tageshöchsttemperaturen bei rund 26 Grad liegen, steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit leicht an.

Ab Juli geht es mit der Luft- und Wassertemperatur auf Korsika steil bergauf. In den Küstenregionen klettern die Werte tagsüber auf mehr als 30 Grad. Richtig schwül wird es trotzdem nur selten. Entweder sorgt der aus Richtung Nordwest wehende Mistral für Abkühlung oder der stramme Ostwind Levante führt kühlere Luft heran. Nur, wenn der heiße Scirocco über die Insel fegt, geraten die Urlauber ins Schwitzen. Der Südwind trägt häufig Sahara-Sand im Gepäck und lässt die Temperaturen an der Küste auf Werte von bis zu 40 Grad klettern. Gut, dass Korsika über eine so außergewöhnliche Topografie mit einem Hochgebirge im Inselzentrum verfügt. In einer Höhe von 1.500 m liegen die sommerlichen Höchsttemperaturen bei erträglichen 23 bis 25 Grad. Ideale Voraussetzungen also, um den Badeurlaub für eine Wanderung durch die zerklüfteten Bergregionen zu unterbrechen.

Badeurlaub an traumhaften Stränden
Im Sommer übt Korsika eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Sonnenanbeter und Wasserratten aus. Ab Juni verlagert sich das Geschehen an die traumhaften Strände zwischen Bastia und Bonifacio. Schneeweiß, goldbraun oder pechschwarz leuchten die Strände Korsikas im hellen Sonnenlicht. Sie haben die Wahl zwischen flach abfallenden Familienstränden, abgelegenen Badebuchten und Stränden, die sich für Wassersportarten wie Surfen, Schnorcheln, Segeln und Tauchen eignen.


Ein Paradies für Familien ist der Strand von Pinarello an der korsischen Südostküste. Die geschützte Bucht liegt am Golf von Porto-Vecchio und der Strand fällt auf seiner gesamten Länge flach in das türkisblaue Wasser ab. Perfekt zum Schnorcheln geeignet ist der Strand von Algajola im Nordwesten der Insel. Der zwei Kilometer lange Strand fällt nach wenigen Metern steil in das Meer ab. An den zerklüfteten Felswänden, die die Bucht einrahmen, hat sich eine bunte Unterwasserflora und -fauna angesiedelt. Pechschwarz ist der Schieferstrand von Nonza. Jahrzehntelang wurde in dieser Region Schiefer abgebaut. Das zurückgebliebene Abraummaterial sorgt für die dunkle Färbung dieses Strandes.

Tauchen, Schnorcheln, Surfen: Wassersport im korsischen Sommer
Der Sommer auf Korsika ist wie geschaffen für zahlreiche wassersportliche Aktivitäten. Die meisten Urlauber suchen nach wenigen Strandtagen nach Abwechslung. Tauchen, Schnorcheln und Surfen stehen besonders hoch im Kurs. Faszinierende Einblicke in die bunt schillernde Unterwasserwelt der Mittelmeerinsel gibt Ihnen ein Tauchausflug. Erstklassige Tauchreviere befinden sich an der Nordwestküste Korsikas in der Umgebung des Städtchens L'Île-Rousse. An der Südküste üben die Grotten und Unterwasserhöhlen bei Bonifacio eine große Anziehungskraft auf Hobbytaucher aus.

Zum Schnorcheln eignet sich beinahe jede Bucht, die von steil abfallenden Felswänden eingerahmt wird. Rote und gelbe Hornkorallen klammern sich an den Felsen fest, Mönchsfische ziehen in Schwärmen vorbei und in engen Felsspalten verbergen sich Tintenfische. Unerfahrene Schnorchler können den langen Sandstrand von Calvi als Einsteigerrevier nutzen. Anspruchsvoller sind die Schnorchelreviere an der korsischen Ostküste bei Aléria, Solenzara und Moriani-Plage.

Korsika trägt den Beinamen „Insel der Winde". Sieben verschiedene Winde zerren an der Insel und sorgen ganz nebenbei für beste Bedingungen zum Wind- und Kitesurfen. Ideal für Anfänger geeignet ist die Flachwasserzone am Strand von Figari. Schwieriger ist das Windsurfen bei Saint Florent, wo in Abhängigkeit von der Tageszeit ablandige Winde aus dem Nebbio-Gebirge die Hänge hinunterjagen. Optimale Bedingungen zum Kitesurfen bietet unter anderem die Bucht von Ventiligène an der Südküste Korsikas. Hier pfeift der Mistral mit ungebremster Kraft und in der Dünung sind spektakuläre Sprünge möglich.

Wandern und Klettern: Alternativprogramm zum Badeurlaub
Bis auf eine Höhe von 2.700 m steigt das Gebirge im Zentrum der Insel Korsika an. Über 50 Zweitausender recken ihre felsigen Gipfel in den Himmel. Die Bergregionen sind perfekt für Wanderungen und Kletterpartien geeignet. Insbesondere an heißen Sommertagen zieht es viele Urlauber in die höher gelegenen Gebiete, wo die Temperaturen deutlich unter den Werten auf Küstenniveau liegen. Quer über die Insel verläuft der Weitwanderweg GR 20. Die 170 km lange Strecke ist in 15 Tagesetappen unterteilt, wobei Berghütten als Übernachtungsmöglichkeit dienen.

Wer zu einer Kletterpartie im Hochgebirge aufbrechen will, orientiert sich an Schildern mit der Aufschrift „Via Ferrata". So werden die Klettersteige auf der französischen Mittelmeerinsel bezeichnet. Generell dürfen Sie nicht allein die Felswände emporklettern. Jeder Klettersteig wird von einem Anbieter vor Ort unterhalten und die Kletterpartie findet nur unter Führung eines ortskundigen Guides statt.

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